Zinnfiguren aus Königs Wusterhausen

Kroatenartillerie

     
  Kroatenartillerie vorgehend  
     
  Öka 1   zwei Kroaten mit 1Pfd.–Kanone ( Amusette ) und eingespanntem Pferd            vorgehend
  Öka 2    Stückkorporal vorgehend kommandierend
  Öka 3a  Kroat mit Munitionstornister und Eimer vorgehend
  Öka 3b  Kroat mit Wischer vorgehend   
  Öka 3c  Kroat mit 2 Munitionstornistern vorgehend 
  Öka 3d  Kroat mit Zündstöcken vorgehend 
       
  Kroatenartillerie im Feuer     
       
  Öka 4   1Pfd.–Kanone (Amusette) mit Lafettentruhe (1756–58) 
  Öka 5   3Pfd.–Feldstück mit Lafettentruhe (1758–63)   
  Öka 6   Stückkorporal kommandierend   
  Öka 7a  Kroat mit Patrone frontal stehend   
  Öka 7b  Kroat mit Wischer stehend   
  Öka 7c  Kroat mit Zündstöcken, Geschütz abfeuernd   
  Öka 7d  Kroat mit Patronentornister sich die Ohren zuhaltend   
  Öka 8   Kroat mit Lafettenpferd für Amusette stehend
      
  Öka 9a  Zündstock im Boden steckend
  Öka 9b  Eimer stehend
  Öka 9c  zwei Munitionstornister stehend
  Öka 9d  Munitionskiste für Amusette
   

Bei Verwendung der Serie Kroatenartillerie im Feuer mit 1Pfd.–Kanone werden Öka 4, 6, 7a–d und 8 je 1x pro Geschütz benötigt, Öka 8 mit Pferd und Axt. Bei Verwendung der Serie mit dem 3Pfd.–Feldstückes (Öka 5) wird Öka 8 mit Avancierstange und ohne Pferd benötigt. Das Pferd läßt sich auch für den Troß nutzen.

 

In den ersten Kriegsjahren verfügten die Grenzinfanterieregimenter über besondere, 1–pfündige Geschütze deren Lafette in einer Gabel auslief, in die ein Pferd eingespannt werden konnte. Diese „Amusette” genannten Geschütze gingen verloren oder wurden ab 1758 durch 3Pfd.–Kanonen ersetzt. In der Schlacht bei Kolin sind diese Geschütze u.a. nachweislich eingesetzt worden, als die Avantgarde Hülsens bei Annäherung an Krzeczhorz von Kroaten beschossen wurde. Bei Einnahme des Ortes durch die Preussen gingen die Geschütze verloren.