Zinnfiguren aus Königs Wusterhausen

Die Garde du Corps des Königs in Attacke und Kampf 1740-63

Mö3/0  Offizier (v. Wacknitz bei Zorndorf)
Mö3/1  Offizier Pallasch in Stichlage
Mö3/2  Wachtmeister Pallasch aufgesetzt
Mö3/3  Trompeter Pallasch vorgestreckt
Mö3/4  Standartenjunker
Mö3/5  Reiter Pallasch vorgestreckt I
Mö3/6  Reiter Pallasch vorgestreckt II
Mö3/7  Reiter Pallasch aufgesetzt
Mö3/8  Reiter einhauend
Mö3/9  Reiter einhauend, Pferd hochgehend
Mö3/10 Reiter stürzend
Mö3/11 Reiter gefallen neben seinem Pferd
Mö3/12 Reiter zu Fuß in Abwehr
Mö3/13 Pferd tot
 

Aus der 1641 formierten „Leibkompanie zu Roß“ entstehen 1692 die Garde du Corps. Im Jahre 1708 aufgehoben, errichtete Friedrich II. eine Eskadron Garde du Corps bereits einen Tag nach der Beisetzung seines Vaters wieder neu.
Die Garde du Corps rekrutierte sich aus Abgaben gedienter Reiter sämtlicher Kavallerieregimenter und wurde so immer mehr regelrechte Lehr- und Mustertruppe.
Im März 1741 rückte die Eskadron mit ins Feld nach Schlesien, vorrangig als Leibwache des Königs. Bei Hohenfriedberg 1745 im Verband mit KR 2 und KR 11 erlebte die Garde du Corps ihre Feuertaufe. Sie jagten die sächsische Kavallerie in die Flucht, überritten 2 Infanteriebataillone und konnten so 7 Standarten und 5 Fahnen erobern. Weitere Einsätze folgten bei Soor 1745 und bei Lobositz 1756.
Nach der Kapitulation der Sachsen bei Pirna 1756 stellte der König aus den sächsischen Garde du Corps 2 neue preußische Eskadrons auf, so entstand das Regiment Garde du Corps zu 3 Eskadrons. Nach Prag 1757 und Kolin folgt Roßbach. Unter Seydlitz attackiert es die österreichischen Kürassierregimenter Brettlach und Trautmannsdorf. Diese sowie 2 französische Kavallerieregimenter werden geworfen und 4 Standarten und 2 Pauken erobert, in der Verfolgung des Gegners werden noch viele Gefangene gemacht. Auch bei Leuthen bewährt es sich glänzend. Bei Zorndorf 1758 erlebt es wieder eine Sternstunde, wo es unter Seydlitz im Verband der Gardebrigade die russische Reiterei mit zerschlägt, fünf russische Infanteriekarrees zersprengt und dabei 15 Geschütze und 5 Fahnen erobert. Rittmeister von Wacknitz (´58-´60 Chef des Regiments) bei Zorndorf : „ Eine Schlacht darf nicht verloren gehen, ohne daß die Garde du Corps attackiert haben!“. Nach Hochkirch folgen lange keine Kampfeinsätze . Erst Torgau 1760 ,Burkersdorf 1762 und Reichenbach sehen die Garde du Corps wieder im Gefecht.
Für die Figuren der Garde du Corps des Königs in Attacke und Kampf bestehen somit vielfältige Einsatzmöglichkeiten.