Zinnfiguren aus Königs Wusterhausen

Friedrich der Große bei Torgau 1760



Mö 1/3 Friedrich II. getroffen bei Torgau

In der äußerst verlustreichen Schlacht von Torgau hatte der König sich selbst fortwährend dem feindlichen Feuer rücksichtslos ausgesetzt, zwei seiner Flügeladjudanten und zwei Pagen wurden an seiner Seite verwundet, ihm selbst wurden drei Pferde unter dem Leib erschossen. Gegen Ende der Kämpfe seines Flügels trifft ihn eine matte Kartätschenkugel vor die Brust und er sinkt lautlos vom Pferde. Der Flügeladjudant, Hauptmann Behrenhorst, der neben ihm reitet, fängt ihn auf. Friedrich der Große wird, augenblicklich bewußtlos, von seiner Umgebung in den Wald getragen. Dort öffnet ihm Behrenhorst seine Kleider. Es zeigte sich keine ernsthafte Verletzung. Die Kugel war durch Überrock, Leibrock und Weste gedrungen und hatte so ihre Kraft eingebüßt, nur die Heftigkeit des Schlages hatte den König für einige Augenblicke des Atems beraubt. Mit den Worten „Ce n`est rien“ ( Es ist nichts!) stieg er wieder auf sein Pferd und widmete seine ganze Aufmerksamkeit erneut der Schlacht.